Die Veranstaltung der Hochschulerektorenkonferenz in Berlin suchte Antworten auf diese Frage, und ließ sich dabei von vielen Seiten unterstützen. Referenten wie der Werbefachmann Sebastian Turner von Scholz & Friends stellten den deutschen Hochschulen eine vernichtende Diagnose. Die Universitäten krankten an ihren starren Strukturen. So seien Professoren unkündbar, man würde sie nicht mehr los, wenn man sie einmal eingestellt habe. Hochschulen müssten zudem begreifen, dass sie eine Marke sind, sagte Turner. "Wenn ich von der Eberhad-Karls-Universität komme, dann bin ich ein Markenartikel. Ich muss mich selbst so aufführen, so gestalten." Die Hochschulen müssen also sowohl an ihrer Qualität arbeiten als auch besser von sich reden lassen. Der Student sollte stolz auf die Universität sein, bei der er seinen Abschluss gemacht hat.

Die Universitäten selber haben vor allem zwei Ziele: qualifizierte Wissenschaftler anwerben und sich die Studenten selber aussuchen können. Im Ausland suchen die Hochschulen vor allem nach begabten Wissenschaftlern. "Wir suchen die High Potentials, das heißt nicht unbedingt die Studienanfänger", sagt der Chef des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, Christian Bode. "Uns interessiert der wissenschaftliche und kulturelle Ertrag und nicht der finanzielle."

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