Das will ich auch nicht.

Wo hat Sie die Meldung von den Anschlägen in Amerika erreicht?

Ich war noch bei meinem Vater, der an diesem Tag Gott sei Dank aus dem Krankenhaus in München nach Hanau verlegt wurde, weil es ihm nach seinem Herzinfarkt während des Länderspiels gegen England wieder besser ging. Zu dem Zeitpunkt des Anschlages saß ich dann im Auto auf dem Weg von Hanau nach Hause, nach Leverkusen.

Alleine?

Alleine. Allerdings riefen schon bald Freunde an, die sagten: Halte an, such dir den nächsten Fernseher. Ich bin aber nach Hause weitergefahren, habe das ganze Drama im Radio gehört. Am Abend saß ich dann, wie vermutlich die allermeisten, die ganze Zeit vor dem Fernseher.

Was war das für ein Gefühl, als die Bilder aus Ihrer von den Radioberichten beeinflussten Fantasie auf die realen Bilder im Fernsehen trafen?

In diesem Moment wurde mir klar, dass, selbst wenn man wie ich eigentlich die Fakten kennt, das Geschehen in den USA, insbesondere die Ereignisse in New York, jede Vorstellungskraft übersteigt. Als ich im Auto saß, wurde meine Fantasie unwillkürlich auch mit Bildern aus Kinofilmen gefüttert. Diese Bilder schießen einem dann natürlich durch den Kopf, bevor man die schreckliche Realität sieht. Besonders der Zusammenbruch der beiden Türme: Ich habe versucht, mir das vorzustellen, als ich es im Radio hörte. Es ist mir nicht gelungen. Bis heute ist es kaum zu realisieren.