Salzig macht reich Sauer macht angeblich lustig, salzig macht auf jeden Fall Durst. So viel Durst, dass weniger Salz in der Nahrung die Getränkeindustrie Millionen kosten könnte. Graham MacGregor und seine Kollegen von der St George's Hospital Medical School in London haben herausgefunden, dass Menschen einen Drittel Liter pro Tag weniger trinken, wenn sie ihren Salzkonsum von zehn auf fünf Gramm täglich reduzieren (Hypertension, Bd. 38, S. 317). Die englische Getränkeindustrie würde 13 Millionen Softdrinks weniger verkaufen, folgte jeder Brite diesem Beispiel, schätzen die Forscher. In Großbritannien hat dies Diskussionen über die Kooperation von Getränkeindustrie und Snack-Herstellern ausgelöst.

Meteoriten contra Satelliten Wer am 18. November nach Übersee telefoniert oder CNN guckt, sollte auf Störungen gefasst sein. Dann durchquert die Erde wieder die Leoniden, einen Meteoritenschwarm. In diesem Jahr erwarten US-Astronomen zehn Mal mehr Meteoriten als bei dem letzten starken Schauer vor zwei Jahren (Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Bd. 326, S. L19). Die millimeter- bis zentimetergroßen Gesteinsbröckchen verglühen in der Luft. Beim Aufprall auf einen Satelliten könnten sie jedoch dessen Elektronik zerstören. Die Astronomen schätzen, dass mindestens einer der rund tausend aktiven Satelliten getroffen wird.

Feinde der Lunge Berufsbedingte Asthmaerkrankungen nehmen zu, insbesondere bei Bäckern und Friseuren, berichteten Forscher auf der Jahrestagung der European Respiratory Society in Berlin. Hauptschuldiger im Backgewerbe ist Mehl und ein darin enthaltenes Enzym (Alpha-Amylase), das schnellerem Backen und besserer Brotqualität dient. Bei den Friseuren sorgen modische Farbstoffe und Bleichmittel für Lungenerkrankungen, vorneweg das bleichende Ammoniumpersulfat. Die Lungenforscher forderten auch verschärfte Kontrollen der Luft in Hallenbädern, die ihr Wasser mit Chlor desinfizieren. Dieses bildet mit Schweiß und Urin Chloramine, die ihrerseits Auge, Nase und Hals angreifen. Erstmals wurde nun nachgewiesen, dass sie auch die Bronchien schädigen. Die Schulkinder, die am häufigsten das Bad besuchten, wiesen ähnliche Schädigungen wie erwachsene Raucher auf.

Versunken vor Gibraltar Genau vor den Säulen des Herkules, also der Straße von Gibraltar, wo nach Platons Bericht einst das sagenumwobene Atlantis im Meer verschwand, muss sich vor 19 000 Jahren tatsächlich eine Insel befunden haben. Das behauptet jedenfalls Jacques Collina-Girard. Der Forscher von der Uni in Aix-en-Provence hat die Küstenlinie des Mittelmeers zu dieser Zeit rekonstruiert. Damals lag der Meeresspiegel 130 Meter tiefer als heute.

Sicher ist, dass der Meeresspiegel dann vor 11 000 Jahren rapide anstieg - um etwa zwei Meter pro Jahrhundert. Das zumindest passt: Laut Plato versank Atlantis 9000 Jahre vor Christi Geburt.