Ich liebe sie, diese kleinen, leistungsfähigen elektronischen Spielzeuge. Zum Beispiel meinen ständigen digitalen Begleiter, den Palm V. Dieser Winzcomputer bietet die gewohnten Standards zwischen Adressbuch und Aufgabenliste, fungiert als digitales Buch, Bundesligaverwaltung und Schachcomputer, sieht unverschämt gut aus, passt problemlos in die Hemd- oder Jackentasche und lässt dort noch locker Platz für das obligatorische Handy.

In der zweiten Tasche trage ich dann mitunter meinen digitalen Fotoapparat mit mir herum und betreibe ein wenig High-Tech-Lomo: Kamera einschalten, draufhalten, abdrücken. Die Speicherkarte fasst rund 500 Bilder in Webqualität - das reicht auch für ausgedehnte Touren.

Gelegentlich schmeichle ich mir da mit dem Gedankenspiel, dass ich die digitalen Schnappschüsse auf der Stelle via Palm und Handy im Internet publizieren könnte. Zugegeben, das wäre etwas kostspielig und muss nicht unbedingt sein - aber theoretisch möglich wäre es: allzeit bereit!

Ja, denkste! Ein Besuch in der Schweiz holte mich kürzlich unsanft aus den Höhen der digitalen Theorie auf den Boden der analogen Praxis zurück. Schon beim Kofferpacken machte sich das zentrale Problem bemerkbar: Ohne Netznabelschnur ist's mit der Mobilität der hübschen Geräte nicht weit her.

Was soll's, dachte ich, das Ladegerät für die Akkus bringst du unauffällig in der Wäsche unter - bis mir schmerzhaft bewusst wurde, dass jedes Gerät sein eigenes Netzteil benötigt und ich schließlich nolens volens drei Ladegeräte samt entsprechenden Verbindungskabeln in meine Reisetasche stopfte, in der es dann auch prompt so aussah wie bei Damaschkes unterm Schreibtisch. Das war zwar weniger schön, aber ein eigenes Elektronikränzchen wollte ich denn doch nicht schnüren. Ach, hätte ich es doch getan! Dann hätte ich vielleicht auch an die Steckerleiste gedacht, die ich im Hotelzimmer gut hätte brauchen können. Denn dort hatte ich drei Ladegeräte, aber nur eine Steckdose. Allzeit bereit? Dass ich nicht lache.