Killerkeime gehen um, und manche Flugzeugcrew (US Airways) demonstriert die Schärfe der Feueraxt - für den Entführungsfall. Bei so viel Psychostress suchen viele Menschen in den USA Entspannung durch Sex mit Wildfremden. Ein gefährliches Relaxans, warnt die Universität Illinois. Im American Journal of Epidemiology klären die Wissenschaftler über pikante Folgen auf: Männer, die mit besonders vielen Frauen schlafen, ereilt eher der Prostatakrebs. Wer mit mehr als 30 Frauen verkehrt, erhöht das Risiko zu erkranken um 100 Prozent. Im Verdacht stehen Infektionen mit Papillomaviren oder mit dem Erreger der Gonorrhoe. Erschrocken flüchten die Herren also fortan nach der 30. Partnerin ins Kloster und greifen zum Baldrian. Der beruhigt ganz nebenwirkungsfrei.

Denkste, sagt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Die vermeintlich soften Baldrianperlen können süchtig machen. Besonders unter chronisch Angstkranken gebe es schwerste Baldrian-User: Bis zu 200 Perlen verdrücken sie am Tag. Setzen die Baldrianisten ihre Dosis - etwa bei einem Krankenhausaufenthalt - abrupt ab, komme es zu gravierenden Entzugssymptomen: zu starker Unruhe, Herzrhythmusstörungen oder gar zum Delirium tremens. Die Bedauernswerten ahnen nicht, weshalb ihnen plötzlich weiße Mäuse vor der Nase tanzen, ihre Ärzte erst recht nicht. Mexikanische und indische Baldrianpräparate mit hohem Wirkstoffgehalt sind die Megaperls der Beruhigungspillen. Anstatt des deftigen Inders solle man lieber leichten Europäer konsumieren.

So lange man noch kann. Gerüchteweise erwägt Hamburg ein Verbot der Droge, der Hardliner und künftige Innensenator Ronald Schill habe vom Kräuterkick Wind bekommen. Spürhunde würden schon auf Baldrian getrimmt.