Unter den Terroranschlägen vom 11. September hatten weltweite Paketdienste wie FedEx und UPS erst einmal schwer zu leiden: Flüge fielen aus, die Treibstoffpreise drohten zu steigen, die Zahl internationaler Sendungen sank um drei bis vier Prozent. Allein UPS berichtete von 19 Prozent weniger Gewinnen im dritten Quartal. Kein Wunder also, dass auch die Aktien der Kuriere fielen. Doch inzwischen zeigt sich, dass die Paketdienste mittelfristig sogar von den Anschlägen profitieren könnten. In dieser Woche wurden Verhandlungen zwischen dem amerikanischen Postal Service und einigen Paketzulieferern bekannt - womöglich sollen die Kuriere einen Teil der Post ausliefern, die im Moment wegen der Anthraxvorbeugung überall stecken bleibt.

Schon seit langem erledigt der UPS-Konkurrent FedEx eilige Sendungen im Auftrag der Post, und die Liefernetzwerke von Firmen wie UPS können es mit denen des amerikanischen Postal Service problemlos aufnehmen. UPS berichtet, dass in Anthraxzeiten ohnehin immer mehr Leute den Versand per Kurierdienst vorziehen: Bei UPS, FedEx und Co kann man nämlich genau nachvollziehen, woher jede Sendung stammt.