DIE ZEIT: Wie hat sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland seit dem 11. September verändert?

Renate Köcher: Sie beurteilen die wirtschaftliche Entwicklung eindeutig pessimistischer - und disponieren deshalb auch vorsichtiger.

ZEIT: Woran machen Sie das fest?

Köcher: Der Anteil derer, die glauben, es geht bergab, hat zugenommen. 47 Prozent der Bevölkerung halten es für möglich, dass sie von der Misere persönlich betroffen werden. Und jeder achte Arbeitnehmer befürchtet, er könne innerhalb des nächsten halben Jahres seinen Arbeitsplatz verlieren. Dieser Anteil ist doppelt so hoch wie in normalen Zeiten.

ZEIT: Die Skepsis wuchs schon vor dem Terrorattentat.

Köcher: In der Tat. Anfang des Jahres waren die Leute noch optimistisch, dann hat sich die Skepsis ausgebreitet. Nun haben viele Firmen angekündigt, weiter zu rationalisieren. Das verunsichert die Bevölkerung. Entscheidend für die Stimmung ist ja nicht, was jetzt ist, sondern was die Menschen erwarten.

ZEIT: Wie übersetzt sich das ins Kaufverhalten?