Ein Doktor riet seiner Patientin nach deren Genesung zu einem gleich anschließenden sechswöchigen Erholungsurlaub. Eine Empfehlung mit Nebenwirkungen, denn der Arbeitgeber lehnte dies entschieden ab mit der Begründung, dass zu dieser Zeit bereits andere Mitarbeiter in die Ferien fahren wollten. Die Frau ging vors Arbeitsgericht Frankfurt/Main. Das Urteil: Urlaubsansprüche können "grundsätzlich nicht im Eilverfahren gerichtlich" eingeklagt werden (Az.: 18 Ga 155/01). Es sei denn, dem Arbeitnehmer entstünden "erhebliche Nachteile", was etwa dann der Fall sei, wenn eine bereits gebuchte Reise storniert werden müsste.

Animateure dienen der Unterhaltung von Feriengästen. Wenn einer aus dieser Zunft sich mit der Aufforderung zu Sport und Spiel nicht begnügen will und die Grenzen der Sittsamkeit überschreitet, können derart geplagte Urlauberinnen vom Reiseveranstalter Geld zurückfordern. Eine Frau, die in der Dominikanischen Republik vom Animateur ihres Hotels massiv bedrängt, gegen ihren Willen geküsst und beschimpft worden war, zog vor Gericht und bekam Recht. Für die dreiwöchigen Albtraum-Ferien erhielt sie 1750 Mark der 2200 Mark teuren Reise wieder zurück (261/C 39820/99).