D ie Western Flyer dümpelt im grünen Pazifikwasser vor der kalifornischen Küste in der Mittagssonne und der Meeresbiologe Jim Barry kaut auf der Kommandobrücke angespannt an seinem Bleistift. Sein Blick wandert zwischen vier Monitoren hin und her, die einen Blick in die Tiefsee eröffnen; sie zeigen Bilder vom Meeresboden, der 3600 Meter unter dem Kiel liegt.

Anfang Juni dieses Jahres hatte der Forscher vom Monterey Bay Aquarium Research Institute mit einem hilfreichen Roboter unter Wasser etliche Käfige installiert, in die er je 25 Liter flüssiges Kohlendioxid einlaufen ließ. Das Treibhausgas, das unterhalb der 3000-Meter-Marke schwerer als Seewasser ist, erstarrte in einer brüchigen Eishaut und begann langsam abzuschmelzen. Das sich mit dem CO2 vermengende Wasser umspülte seither gefangene Versuchstiere. Die an Raupen erinnernden Seegurken neben dem Mini-Eisberg, sieht Barry in der Übertragung, schaukeln inzwischen tot in der leichten Strömung; nur die weiter Entfernten wühlen zwischen Seeigeln durch den grauen Sand.