Am 22. November kommt Harry Potter in die Kinos, und weil es keine offizielle Deutschland-Premiere gibt, haben meine Schwester Sarah und ich das in die Hand genommen. Wir machen einen Fackelzug und eine große Party im Zoopalast.

Den Fanclub haben wir letztes Jahr im Januar gegründet. Er hat jetzt 100 000 Mitglieder aus 30 Ländern und ist eigentlich eine Zauberschule. Wie im Buch gibt es zehn Fächer, und jedes wird von erwachsenen Fanclub-Mitgliedern ehrenamtlich unterrichtet. Kräuterkunde gibt eine Biologin, Arithmantik machen Mathematiker. Die Kursinhalte haben wir uns selber ausgedacht. Die stehen auch in den Zauberbüchern, die Sarah und ich im Ullstein-Verlag veröffentlicht haben.

DONNERSTAG früh sind wir bei Sat.1 in Franklin - Deine Chance um 11. Danach fliegen wir sofort von Hamburg zurück nach Berlin, weil ich ins Kino will, wegen der Deko. Denn ein Kino an sich ist nicht besonders mystisch. Dann spreche ich mit dem Zauberer. Der soll bei der Premierenparty bloß nichts Kaninchenmäßiges machen. Es ist wichtig, dass er die richtigen Begriffe verwendet. Er kann Ketchup benutzen, aber der muss dann Drachenblut heißen.

Abends rufe ich eine Freundin an und frage, was in der Schule passiert ist.

Am FREITAG schreiben wir Geschichte. Es geht um die Revolution von 1848.

Danach kümmere ich mich um die Preise für die Verlosungen, weil Time Warner uns nichts gibt. Außerdem suche ich noch einen großen Mann, der aussieht wie Hagrid, mit dem sich die Kinder bei der Feier fotografieren lassen können.

Und ich muss den Leuten vom Kino erklären, wie sie die Fotos ins Netz stellen, damit die Kinder sich die Bilder am nächsten Tag runterladen können.