Spezifische Phobien: Das Gefühl starker Angst oder auch Panik wird ausgelöst durch eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Objekt. Häufige Phobien beziehen sich etwa auf Tiere wie Spinnen oder Mäuse, Flugreisen, Zahnarztbesuche, Dunkelheit oder den Verzehr bestimmter Speisen. Sie entstehen oft schon in der Kindheit und können unbehandelt jahrzehntelang bestehen bleiben. Wie stark sich die Menschen eingeschränkt fühlen, richtet sich danach, wie gut sie den Auslöser vermeiden können.

Agoraphobie: Dahinter verbirgt sich zunächst einmal die Angst, sich auf großen, freien Plätzen aufzuhalten. Der Begriff bezeichnet im medizinischen Sprachgebrauch jedoch auch die Angst, sich in der Öffentlichkeit aufzuhalten, zu reisen und sich unter Menschen zu mischen. Im Extremfall trauen sich die Patienten nicht mehr aus dem Haus. Vor allem Frauen leiden daran

die Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter.

Soziale Phobie: Die Furcht vor der prüfenden Betrachtung durch andere Menschen. Sie bezieht sich vorwiegend auf kleinere Gruppen und ist mit einem niedrigen Selbstwertgefühl und Furcht vor Kritik verbunden. Oft wird eine soziale Phobie als Schüchternheit verkannt, sie führt bei den Betroffenen unter anderem zum Erröten oder zu Schweißausbrüchen. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen, die Erkrankung beginnt oft in der Jugend.

Generalisierte Angststörung: Diese Angsterkrankung bezieht sich nicht auf bestimmte Situationen, sondern bezeichnet einen anhaltenden Zustand des ständigen Sich-Sorgens. Sigmund Freud nannte diesen Zustand "frei flottierende" Angst. Hinzu kommen körperliche Reaktionen: Herzklopfen, Schwindelgefühle, Schwitzen, Muskelspannung und Benommenheit können unbehandelt monatelang bestehen bleiben. Diese Erkrankung trifft vorwiegend Frauen, oft steht sie im Zusammenhang mit lang dauernder Belastung oder einem traumatischen Erlebnis.

Panikstörung: Sie zeichnet sich durch Angstattacken aus, die sich nicht auf eine bestimmte Situation beziehen. Eine Attacke kann die Patienten überall treffen

häufig ist für die Betroffenen kein direkter Auslöser erkennbar, sie empfinden nach dem Abklingen oft Scham. Die einzelnen Attacken dauern meist nur wenige Minuten und enden oft mit dem fluchtartigen Verlassen des jeweiligen Ortes. Bei vielen ergibt sich daraus folgend die "Angst vor der Angst", also davor, einen weiteren Anfall von Panik in der Öffentlichkeit zu erleben.