Aber wollen wir das wirklich? Wollen wir nicht lieber glasklare Themen so weit vernebeln, bis diese wie wir selbst nach einer Flasche Bommerlunder in die gottgegebene Finsternis eintauchen und verschwinden? Und ist diese neblige Freiheit, wie der Philosoph Hegel leider vor uns wusste, nicht "die Angel, auf der der Mensch zuletzt sich dreht"?

Nehmen wir ein Beispiel. Dieser Tage behaupten intellektuell leicht geschürzte Zeitgenossen, der mannhafte Kampf gegen das Böse im fernen Afghanistan verdränge den Kampf für die gute Gentechnik bei uns daheim. Während Amerika bin Laden jagt, vergessen wir Deutschen, dass der Einsatz der Gentechnik im Menschenpark solchen Terror in Zukunft unterbindet. Denn sobald man das böse, vom Affen abstammende Gen im Menschen beseitige, verschwinde das Böse und damit der Terrorist an sich. Alles wird gut.

Könnte es sich nicht genau umgekehrt verhalten? Könnte es sein, dass gutwillige Menschen mit affenartiger Geschwindigkeit böse werden, weil sie nicht wollen, dass die gute Gentechnik auf sie Anwendung findet? Ist Gentechnik gar selbst der Terror, den zu bekämpfen sie vorgibt, weshalb beide, sowohl die Gentechnik wie der Terrorismus, ein böses Gen besitzen und vom Affen abstammen? Naturgemäß stimmt es, dass wir Gutmenschen uns wie Affen benehmen, während Affen aus Angst vor unserer erwiesenen Menschlichkeit sich bloß als Affen verkleiden und stillvergnügt die Freiheit genießen, die wir uns selbst vorenthalten. Affenforscher wie Doktor Sommer vermuten ohnehin, dass Affen insgeheim längst Menschen sind, dies aber nicht zeigen, damit wir Menschen uns weiterhin vom Affen abgrenzen können, wobei wir erst recht deren Vorfahren ähnlich sehen, woran der Affe an sich ein tierisches Vergnügen hat.

So sitzt der Mensch im Käfig, während der Affe im Freien den Gefangenen spielt. Basteln wir an unseren Genen, machen wir uns erst recht zum Affen, und die Affen lachen sich einen Ast. Wollen wir das? Das wollen wir nicht. Darauf einen Bommerlunder.