Esoterik ist heute ein Markt mit Milliardenumsätzen. Den düsteren Sphären der Geheimwissenschaft entrissen, rivalisieren viele Sparten um die modernen Sinnsucher. Ein kleines und zwangsläufig unvollständiges Wörterbuch des siebten Sinns.

Feng Shui: Nach dieser alten chinesischen Lehre wird das Wohlbefinden der Menschen durch Architektur und die Einrichtung der Räume bestimmt. Große Finanzunternehmen wie die Chase Manhattan Bank habe ihre Zentralen nach Feng-Shui-Kriterien entwerfen lassen.

Chakra: Der Sanskritbegriff bedeutet "Rad" und bezeichnet sieben Energiezentren im Körper. Esoteriktherapeuten platzieren spezielle "magische" Steine oder Edelsteine auf den Chakras der Patienten und wollen damit heilen, wo die Schulmedizin nicht weiterweiß.

Aromatherapie/ Bach-Blütentherapie: Die Aromatherapie verspricht Heilung und Stimulierung durch den sehr alten Glauben an die Wirkung ätherischer Öle, die aus Blüten gewonnen werden. Die Bach-Blütentherapie geht auf den britischen Arzt Edward Bach (1888 bis 1936) zurück, der die Essenz aus 38 verschiedenen Blüten herstellte, um damit seelische und körperliche Störungen zu behandeln.

Ayurveda: Die indische Wissenschaft vom langen Leben gehört neuerdings zu den Hits auf dem Esoterikmarkt. Ayurveda, das zunehmend auch in deutschen Kurorten angeboten wird, steht für den Erhalt der Gesundheit durch Vorbeugung und richtige Ernährung.

Reiki: Aus Japan stammt die Kunst des Handauflegens, die bei der Abwehr von Krankheiten und bei der Heilung helfen soll. Im Zentrum der Lehre steht der "göttliche Funke", der jedem Menschen eigen sein soll. Reiki bedeutet "universelle Lebensenergie", ausgeübt wird die Technik von einem Meister, nach der "Einweihung" aber auch von Laien.

Tantra: Dieser Esoterikzweig beruft sich ebenfalls auf fernöstliche Wurzeln und versteht sich als Gegenbewegung zu eher asketischen Philosophien mit buddhistischem Hintergrund. Im Tantra gilt der Körper als Tempel der Seele, das Ziel ist die Entfaltung der Spiritualität durch bewusste und befreite Sexualität.