In der Ausgabe Nr. 34/01 vom 16. August schrieb Steffen Kopetzky unter dem Titel Phantom auf Torjagd ein deutsch-italienisches Märchen über die Zukunft des Fußballprofis Sebastian Deisler. Am vergangenen Samstag nun war Deisler, der sich im Augenblick von einer Knieoperation erholt, bei Johannes B. Kerner zu Gast im ZDF-Sportstudio. Am Schluss des Gesprächs kam Kerner auf Kopetzkys Märchen zu sprechen und las dem Nationalspieler lange Passagen daraus vor. Insbesondere jene, in denen Deisler - im Jahre 2006 - als Kapitän der Nationalmannschaft sein Team zum WM-Triumph im eigenen Land führt. Zuvor war er, fantasierte Kopetzky, vom F. C. Bayern München, wo er einige Jahre gespielt hatte, nach Mailand gewechselt. Nun, im Jahr 2006, denkt Deisler bei Kopetzky über eine Rückkehr nach München nach. Was davon stimmt eigentlich?, fragte Kerner den Jungstar, nachdem er das Märchen vorgetragen hatte. Anders als Kopetzky blieb Deisler wie gewohnt märchenhaft im Vagen: Das Ausland, da werde ich bestimmt mal sein, ob's jetzt Mailand ist, das weiß ich nicht. Eine andere Sprache zu lernen habe ihm schon immer Spaß gemacht. Im Märchen wird übrigens in der laufenden Saison Borussia Dortmund Meister, und Deutschland verliert sein erstes WM-Spiel 2002 gegen Gastgeber Japan. Es wird also weiter Gelegenheit zur Gegenüberstellung von Dichtung und Wahrheit geben.