Mit Ihrem Wunschkatalog an die Ausstellungsleitung überschreiten Sie die Grenzen des Machbaren erheblich. Offensichtlich ist Ihnen entgangen, dass bereits seit den siebziger Jahren sich ein Konzept entwickelt hat: Die Dokumentation will vor allem jungen Besuchern mit noch lückenhaften Kenntnissen über den Nationalsozialismus als Einstieg dienen. Mit einem Zuviel an Exponaten wird man sie vergraulen.

Was haben Sie gegen akustische Erklärungshilfen? Die gehören heute zum Service-Standard der Museen und Ausstellungen.

Ihr Seitenhieb auf "ein traditionell bildungsschwaches Land wie Bayern" zeugt von jener notorischen Unkenntnis gerade Bayerns, über die wir Süddeutschen uns meist schon nicht mehr aufregen, weil wir nämlich am Lernwillen der "Nordlichter" längst zu zweifeln aufgehört haben.

Helmut Eichinger Erlangen