Dort, wo die Freiheit wohnt, wo sonst niemand hinaufkommt, ist es am allerschönsten. Die Skier auf den Rucksack geschnallt, an einem Neuschneetag einen Gipfel besteigen. Und dann abfahren, über Kanten springen, im Pulverschnee versinken. Das ist das Paradies der Freeskier. Xandi Kreuzeder ist einer von ihnen. Seit fast drei Jahrzehnten. Es ist diese Mischung aus Extremsport und Wahnsinn, wenn Hänge mit 60 Grad Gefälle und mehr befahren werden, die er in seinem Bildband Freeskiing (Bergverlag Rudolf Rother, Ottobrunn 2001, 144 Seiten, 70,41 DM) dokumentiert. Mit seiner Kamera begleitete er die Skiartisten in ihre Reviere nach Alaska, in die französischen Alpen oder die Dolomiten. Er fotografierte am Madloch im Arlberggebiet (Bild) ebenso wie am Ancohuma in Bolivien. Sein Motto: Immer dicht dran sein am springenden, gleitenden, im tiefen Schnee schwebenden Objekt. Das gibt seinen Aufnahmen eine faszinierende Authentizität. Dennoch vergisst er nicht, an die Risiken und Gefahren dieses Sports zu erinnern: Vor Nachahmung wird dringend gewarnt.