Stehen die Grünen vor dem Aus? Was der Partei gegenwärtig widerfährt, hat der Hamburger Politikwissenschaftler Joachim Raschke bereits im Frühjahr in einer Art vorweggenommenem Nachruf analysiert: Die Zukunft der Grünen (So kann man nicht regieren

Campus Verlag, Frankfurt/M.-New York 2001

470 S., 49,80 DM).

Die Grünen - so sein Befund - haben ihre Zukunft bereits hinter sich. Vor allem fehle ihnen ein "strategisches Zentrum", das zwischen den verschiedenen Strömungen vermitteln könne. Einen persönlichen Blick hinter die Kulissen grüner Realpolitik gibt die ehemalige Parteisprecherin Antje Radcke: Das Ideal und die Macht (Das Dilemma der Grünen

Henschel Verlag, Berlin 2001

271 S., 39,90 DM). Sie stilisiert sich zur Jeanne d'Arc grüner Ideale, die am Machtgebaren der Strippenzieher - allen voran Joschka Fischers - gescheitert sei. Noch verbitterter, geradezu hassvoll rechnet Jutta Ditfurth mit ihren ehemaligen Weggefährten ab: Das waren die Grünen (Abschied von einer Hoffnung, Ullstein Tb., München 2000

392 S., 17,50 DM). Zu einer "Flasche mit falschem Etikett" sei die Partei verkommen, zu einem "korrupten Haufen" mit "hochneurotischen Parvenüs" an der Spitze. Basta! Wie ein Lichtblick nimmt sich dagegen das sympathiegeleitete Porträt von Sabine Stamer aus: Cohn Bendit (Die Biografie