Männer schätzen sich intelligenter ein als Frauen. Eine schottische Studie hat das bewiesen. Sie taxieren ihren IQ höher: mindestens 127. Durchschnitt ist 100. Frauen geben sich schon mit 120 zufrieden. Dabei gäbe es gar keinen Grund für weibliche Bescheidenheit. Der Mensch mit dem höchsten gemessenen IQ ist eine Frau: Marylin vos Savant, Amerikanerin. Und sollte Intelligenz mit Nachdenken zu tun haben, dann brechen kanadische Hirnforscher eine Lanze für die Frauen. Wo im Kopf nachgedacht und erinnert wird, dort haben sie bei Frauen 18 Prozent mehr Hirnzellen gezählt.

Die Männer wiederum glauben - den schottischen Forschern zufolge -, sie hätten ihre Schlauheit von den Vätern geerbt und mehr auf dem Kasten als ihre Mütter. Sie täuschen sich. Intelligenz spiele sich auf dem XChromosom ab, sagen Humangenetiker der Uni Ulm. Und das eine X-Chromosom haben Männer nun mal von den Müttern. Die Ulmer sagen auch, dass auf dem Y-Chromosom, das den Mann zum Mann macht, nur Gene zur Fortpflanzung lägen. Sollte das einzelne X gar beschädigt sein, hätten die Männer den Trieben nichts mehr hinzuzufügen - sie seien daher häufiger debil als Frauen. Frauen hätten mit ihrem doppelten X schließlich immer ein Intelligenz-Paket in Reserve.

Die Antwort schlagfertiger Männer da-rauf: Ein X-Chromosom wird doch von der Natur ausgeschaltet! Stimmt. Dennoch sagen die Ulmer, dass mehr Mädchen Abitur machten. Sie sagen aber auch: Bei Frauen träten statistisch gesehen weniger Intelligenz-Extremfälle auf - weder nach unten noch nach oben. Männer wissen dies umgehend zu interpretieren: Frauen könnten nicht zum intellektuellen Höhenflug abheben; logisch, Nobelpreis-Frauen und Managerinnen sind selten.

Jetzt ist es aber so: US-Studien zeigen, dass es bei der Karriere weder um Leistung noch Intelligenz geht. Sondern um Selbstdarstellung, Beziehungen, Kontakte. Dabei wird die Kunst der Beziehungspflege ansonsten den "emotional intelligenteren" Frauen zugeschrieben. Der Psychologe Fritz Stemme stellt klar, dass Männer durch Mangel an Einfühlungsvermögen ganze Unternehmen in den Ruin führten. Im Umgang mit Emotionen grenze das bisweilen an Debilität.

Nun suchen Forscher nach der wahren Ursache, warum Deppen die Chefs sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie mehr Alkohol vertragen. Daran, dass sie das Essen schneller verschlingen. Daran, dass sie besser einparken können. Oder daran, dass sie im Stehen pinkeln können - und schneller wieder auf dem Bürosessel sitzen.