Im deutschen Feuilleton wird deswegen dieser Tage vielfach der Abgesang auf die Zelle angestimmt: Von einem "Verlust an Lebensart und Gesprächsintimität" ist da die Rede und von einem "kaltem Abschied". Kalt ist es ohne die schützenden gelben Wände. Kalt lässt das auch den Sprecher der Telekom. Er versteht unsere plötzliche Liebe zu den einst angeblich verhassten Häuschen nicht. Für ihn wäre das Telefonzellensterben "das größte Sommerlochthema aller Zeiten" - nur dass wir jetzt schon fast Winter haben. Er muss ja auch nicht draußen im kalten Regen stehen. "Dächer und Seitenteile werden nachgeliefert", verspricht er uns. "Die Häuschen wird es natürlich auch weiterhin geben." Hoffentlich nicht nur im Museum und in unserer Erinnerung.