Nun ist es vollbracht: Dreieinhalb Jahre war die Alte Nationalgalerie geschlossen. Diese Woche wird sie wieder eröffnet, und alle können sehen, wie schön die Kunst des 19. Jahrhunderts in dem frisch sanierten Museumstempel leuchtet.

Am DONNERSTAG fliege ich von Stuttgart nach Berlin, zur Pressekonferenz in die Alte Nationalgalerie. Aufgeregt bin ich diesmal nicht. Im Sommer, als das fertig sanierte, aber noch ganz und gar leere Museum hergezeigt wurde, war das anders. Es war der erste Bau auf der Museumsinsel, der abgeschlossen war.

Mit Demut und Delikatesse habe ich die Nationalgalerie restauriert, schrieb damals die FAZ. Das hat mich schon sehr gerührt. Nun steht die Kunst im Mittelpunkt. Wir sind ins zweite Glied gerückt. Das ist angenehm. Nachmittags muss ich zurück nach Stuttgart.

Denn am FREITAG setzen wir uns bei Mercedes zusammen, wo gerade ein Architekturwettbewerb für ein neues Museum läuft, den wir organisieren.

Mittags fliege ich wieder nach Berlin, ich muss mit Klaus-Dieter Lehmann, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Peter-Klaus Schuster, dem Direktor der Nationalgalerie, zum Rundfunk. Abends haben wir eine kleine Feier für das gemeinsam Erreichte. Es waren ja allein in meinem Büro bis zu 14 Architekten an der Generalinstandsetzung beteiligt.

SAMSTAG hole ich meine Frau vom Flughafen ab und muss wohl mit ihr in die Stadt. Bleibtreustraße und so: Berlin lädt ja mittlerweile zum Shoppen ein.

Bis vier Uhr, dann bin ich erlöst und kann vielleicht im Einstein sitzen, was ich gerne tue. Abends ist Keine Reden, kein Essen, kein Geld angesagt - so heißt die Preview für die Freunde der Nationalgalerie. Die bekommen schon am Samstagabend das neu eingerichtete Museum zu sehen.