Am Euro scheiden sich nicht mehr die Geister. Weder begeistert noch widerwillig wartet die Bevölkerung auf die neuen Scheine und Münzen, die ab Januar neues Zahlungsmittel sind. Die Fusion der zwölf nationalen Währungen zu einer großen und starken liegt im strategischen Interesse des alten Kontinents. Der Euro hat das Potenzial, den Dollar herauszufordern. Aber er kommt auf leisen Sohlen und stellt keinen Machtanspruch. Das war der Tenor der Veranstaltung ZEIT-Forum Der Euro: Die Zukunft der Leitwährung am vergangenen Donnerstag in Frankfurt am Main. Unter der Moderation von Theo Sommer, Editorat-Large der ZEIT (im Bild ganz rechts) und Thomas Knipp, stellvertretender Chefredakteur des Handelsblatts, diskutierten Experten die Thesen von ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt - einem der Väter des Euro. Unter ihnen waren Günter Verheugen (links), EU-Kommissar für Osteuropa, Philosoph Peter Sloterdijk (2. v. l.) und der Premierminister von Luxemburg, Jean-Claude Juncker (2. v. r.).