Ein paar ketzerische Fragen zu der neuen ZEIT-Serie: Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn die Bundesrepublik Deutschland mit einer der in Europa höchsten Bevölkerungsdichten pro Quadratkilometer etwas weniger "crowded" ist? Und wenn es wirklich so schön ist, Kinder zu haben, warum freuen sich dann nicht glückliche Mütter und Väter(!) ihres Lebens, statt beständig als ungebetene Menschheitsbeglücker Kinderlose missionieren zu müssen oder einzufordern, dass ihr Elternsein vom Staat bezahlt wird? Sollen ungewollt Kinderlose dann vielleicht vom Staat Schadenersatz für entgangenes Lebensglück verlangen?

Dr. Bernd Hartung, Bonn

Ohne Frage ist es wunderbar, bereichernd und sinnstiftend, Kinder zu haben.

Neu ist aber, dass Kinder Privatsache sind, für die man eben ein Leben mit knapper werdendem Geld in Kauf nimmt, ohne dass der nichtelterliche Rest der Gesellschaft irgendetwas damit zu tun hat. Kinder als Teil (und als Reproduktion) eines Ganzen? Naive, unzeitgemäße Vorstellung!

Schwierigkeiten, mit dem weniger werdenden Geld Kinder zeitgemäß großzuziehen und dabei irgendwie berufstätig zu sein? "Ja, aber du hast es doch so gewollt!"

"Kinderkriegen" ist damit etwas ganz Persönliches für idealistische, naive Menschen geworden, die eben keinen Wert auf Karriere und Selbstverwirklichung legen.

Merja Hoppe, Marburg