Pieper für die Pille.

Vergesslichen Menschen kann das Piepsen des Mobiltelefons helfen. "Zeit für die rote Pille", mahnt zum Beispiel der Service m-pill per Kurznachricht (SMS). Die Anmeldung erfolgt gratis unter www.m-plify.com/m-pill. Am häufigsten wird der Dienst für Migränetabletten und die Antibabypille genutzt. Genau das Gegenteil hat der SMS-Dienst von zappybaby.de im Sinn: Er erinnert Frauen mit Kinderwunsch daran, wann die besten Tage sind, um Kino, Theater oder Fernsehen ausfallen zu lassen. Ein weiterer hilfreicher Erinnerungsdienst kann der elektronische Muezzin im Handy sein (patelscornershop.com). Er erinnert Muslime piepsend an die Zeiten für die fünf täglichen Gebete. Nur für ein Problem fehlt die Lösung. Wer häufig sein Telefon vergisst, dem hilft auch keine SMS-Erinnerung.

Lasset uns surfen!

Internet-Surfer gelten als Sonderlinge, die sich abgrenzen und hinter ihrem Bildschirm verschanzen. Ein Vorurteil, wie Forscher der Universität Warwick in einer neuen Studie feststellen. "Internet-User vernachlässigen ihre Freunde und Familie nicht, weil sie mehr Zeit über den Computer gebeugt verbringen - sie schauen einfach weniger fern", sagt Wirtschaftsprofessor Andrew Oswald. Tatsächlich gehen britische Internet-User überdurchschnittlich oft in die Kirche: Im Vergleich zu ihren Altersgenossen liegt die Rate der Kirchgänger bei ihnen um 50 Prozent höher. Sie engagieren sich auch besonders häufig als freiwillige Helfer, ergab die Studie, die Teil des 18. British Social Attitudes Report ist.

Weniger Insulin nötig?

Menschen mit Typ-1-Diabetes können ohne Insulin von außen nicht überleben, denn ihr Immunsystem zerstört diejenigen Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon für den Zuckerstoffwechsel produzieren. Bei vielen Patienten kommt es zu Komplikationen, die Herz und Nieren schädigen und die Lebenserwartung deutlich senken. Das neue Medikament DiaPep277, ein synthetisches Eiweiß, könnte diese Situation nun verbessern und den Insulinbedarf der Patienten senken. Es regt die Bildung von Stoffen, so genannter Zytokine, an, die wiederum das Immunsystem an der Vernichtung der Insulinzellen hindern. Bei Mäusen konnte der Zerstörung bereits Einhalt geboten werden. Forscher von der israelischen Hadassah-Hebrew-Universität stellen jetzt die Zwischenergebnisse einer Patientenstudie in The Lancet (Bd.

358, S. 1749) vor. Sie hoffen, mit dem Medikament nicht nur eine Therapie für die Zuckerkranken, sondern möglicherweise auch die Grundlage für einen künftigen Impfstoff gegen diese Form von Diabetes entdeckt zu haben.