Karl Holl/Hans Kloft/Gerd Fesser: Caligula - Wilhelm II. und der Cäsarenwahnsinn

Edition Temmen, Bremen 2001

204 S., 39,90 DM

Im Frühjahr 1894 veröffentlichte der damals 36-jährige Historiker Ludwig Quidde eine Satire, getarnt als wissenschaftliche Abhandlung: Caligula. Eine Studie über Caesarenwahnsinn. Die Schrift zielte auf niemand anders als auf Kaiser Wilhelm II., über dessen Geisteszustand man sich schon damals berechtigte Sorgen machen musste. Die intelligente Majestätsbeleidigung blieb für den Autor nicht folgenlos: Seine Zunftkollegen rückten von ihm ab, an eine Professur war nicht mehr zu denken. Quidde engagierte sich fortan verstärkt in der deutschen Friedensbewegung und wurde einer ihrer auch international geachtetsten Repräsentanten. 1927 erhielt er den Friedensnobelpreis. Der Neuausgabe des Caligula haben die Herausgeber eine Dokumentation des zeitgenössischen Echos, eine biografische Skizze des Autors und ein Porträt des Wilhelminischen Zeitalters hinzugefügt.

Holm Kirsten: "Weimar im Banne des Führers". Die Besuche Adolf Hitlers 1925-1940

Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2001

214 S., 39,80 DM