In Ihren Arbeiten setzt sie sich intensiv mit dem Thema sexueller Identitäten sowie dem Gegensatz zwischen Masse und Individuum auseinander. Auf ihrem Weihnachtspapier definiert sie einen öffentlichen und einen privaten Raum, die in scharfem Kontrast zueinander stehen, bei genauer Betrachtung aber doch korrelieren. Auf der einen idyllischen und farbenfrohen Seite findet man eine friedvolle Schafherde anteilslos wiederkäuen. Auf der anderen Seite wird man mit einem grauen, verlassenen Bett konfrontiert, einem Bett, in dem sich vielleicht bis vor kurzem noch jemand unruhig herumwälzte, Schäfchen zählte, um das Bewusstsein zu verlieren und in den Schlaf zu sinken. Weihnachtsromantik kommt da nicht auf, auch wenn die Schafe mit den roten Bändchen noch so sehr an die christliche Symbolik gemahnen.