Und offenbar nicht nur er. Eine ganze Generation scheint sich nach der grobkörnigen Pixelästhetik ihrer ersten Mühlen zurückzusehnen. Die Installation des überdimensionalen Ping Pong in Berlin ist nur der vorläufige Höhepunkt eines breiten Revivals der kleinsten grafischen Einheit. Grobkörnige Bilder, Schriften und Verläufe, wo man zurzeit auch hinschaut. Ehemals waren sie nichts weiter als eine Auflösungsschwäche langsamer Heimcomputer, heute müssen sie als hypermodernes Design- und Typo-Element herhalten.

Das ließe sich ja alles noch verkraften. Aber die Nostalgiewelle geht noch weiter und fördert nicht nur die Optik, sondern sogar die nervtötenden Klangfolgen der 8-Bit-Maschinen wieder zutage. Vor kurzem ist ein Sampler erschienen, auf dem die gesamte monotone Musik der Pixelspiele zu hören ist. Entrückt lauscht mein Bruder der stupiden Melodie von Donky Kong. Ein Gutes hat das Ganze: Ich weiß jetzt, was ich ihm zu Weihnachten schenke: Ein Set Bettwäsche mit PacMan-Motiv, zu bestellen unter www.atariage.com. Das wird das schönste Geschenk seines Lebens.