Auftraggeber der Untersuchung Pisa (Programme for International Student Assessment) ist die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Beteiligt sind 32 Staaten, davon 28 Mitgliedsstaaten der OECD. Sie wollen mithilfe von Pisa prüfen, wie leistungsfähig ihre Bildungssysteme sind. Dazu werden die Leistungen von 15-Jährigen, also Schülern am Ende der Pflichtschulzeit, getestet.

Pisa erfasst drei Bereiche: Lesekompetenz (Reading Literacy), mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy) und naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy).

Nicht nur die Beherrschung des im Curriculum vorgesehenen Lehrstoffs wird untersucht. Erfasst werden auch wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten, die man im Erwachsenenleben benötigt. Die Untersuchung von fächerübergreifenden Kompetenzen ist integraler Bestandteil von Pisa.

Es gibt drei Testrunden. In jedem Zyklus wird ein Hauptbereich gründlicher unter die Lupe genommen (zwei Drittel der Testzeit). In den beiden anderen Bereichen werden jeweils nur zusammenfassende Leistungsprofile erstellt. Die Hauptbereiche sind: Lesekompetenz im Jahr 2000, mathematische Grundbildung im Jahr 2003 und naturwissenschaftliche Grundbildung im Jahr 2006.

Für den ersten Zyklus, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen, wurden in jedem Land zwischen 4500 und 10 000 Schüler getestet - in Deutschland für den internationalen Vergleich etwa 5000 aus 219 Schulen.

Zusätzlich wurde in Deutschland die Stichprobe erweitert (auf mehr als 50 000 Schüler aus 1466 Schulen), um einen Vergleich zwischen den Bundesländern zu ermöglichen. Dieser Vergleich wird im Sommer oder Herbst 2002 veröffentlicht.