Überall stehen sie jetzt im Schaufenster, die Bücher mit der W-Frage im Titel: Wozu Ethik?, Wozu Kultur?, Wozu Religion?, Wozu Haareschneiden? Uns aber stellt sich heute mit Blick auf das Festtagsmenü eine andere Frage.

Wozu Weihnachtsbraten?

Und der Altmeister aller W-Fragen, Wilhelm Busch, liefert die Antwort gleich mit: "Warum sitzen, wozu nützen / an dem Frack die beiden Spitzen? / Hier ein Schnitt und da ein Schnitt / ritsche ratsche weg damit!"

Diese knappe Anweisung lässt sich durchaus auf unseren Braten übertragen: Mehrere Vorspeisen, mehrere Nachspeisen, und schon ist der Mittelteil überflüssig. Ich fürchte jedoch, damit wären unsere passionierten Köchinnen nicht zufrieden. Also brutzeln wir wie gewohnt.

Dennoch gefällt mir die Vorstellung der doppelten und dreifachen Vorspeise. Kleine Sächelchen, für jeden Geschmack etwas:

Bruschetta, Kürbissuppe und Weihnachtsfladen mit Ingwer

Bei der Suppe genügt die einfachste Version, man kann sie vorbereiten, Bruschetta ist ein Kinderspiel, und auch die Fladen muss man nicht üben.