Offiziell herrscht in den Vereinigten Staaten zwar Rezession, den Autokäufern im Lande scheint dies aber ziemlich schnuppe zu sein: Nachdem der Oktober schon Rekordabsätze brachte, wurden auch im November nach ersten Auswertungen des Fachblatts Automotive News 7,5 Prozent mehr Pkw, Pickups und Geländewagen verkauft als im Vorjahr. Den Käufern wurde es leicht gemacht. Vorreiter war der Konzern General Motors (GM), der großzügige Rabatte und Nullprozent-Finanzierungsangebote mit dem Slogan Keep America rolling verbrämte. Den Erzrivalen Ford und Chrysler blieb nichts anderes übrig, als nachzuziehen.

Zumindest die seit Jahren schleichende Erosion der Marktanteile konnte GM-Chef Richard Wagoner mit seiner kostspieligen Politik stoppen. Im November legten die GM-Marken um 13 Prozent zu, und in den ersten elf Monaten liegt GM mit einem Rückgang von nur noch 1,7 Prozent deutlich besser als die Rivalen Ford (minus 6,3 Prozent) und DaimlerChrysler (minus 10,2 Prozent). Das Problem: Die Rabattpolitik erhöht zwar die Zahl der verkauften Autos, frisst aber die Erträge. Die deutschen Marken konnten in den USA bis November alle mit einem Plus abschneiden, allen voran BMW - die Bayern schafften einen Zuwachs von stolzen 15,4 Prozent.