Ausgestochene, kreisrunde Scheiben wirken festlicher. Natürlich habe ich auch das Konkassee extra gewürzt: Tomaten brauchen immer Salz. Und warum nicht einen Tropfen Balsamico?

Achtung: Von der Bruschetta nicht zu viel auf den Tisch stellen, sonst ist die Familie schon vor dem Hauptgericht satt!

Denn es gibt ja noch eine dritte Vorspeise. Der erwähnte Weihnachtsfladen ist nichts anderes als eine Lauchtorte mit frischem Ingwer, in kleinen Portionsförmchen gebacken und serviert. Die gibt es in feuerfestem Porzellan oder in emailliertem Gusseisen.

Sie werden ausgebuttert. Dann rolle ich den seit dem Vortag im Kühlschrank wartenden Mürbeteig dünn aus und lege damit die Förmchen aus. So nackt und bloß kommen sie bei 200 Grad in den Backofen, aber nur 20 Minuten lang.

Danach dürfen sie wieder auskühlen.

Für den Belag habe ich fein gehackten Lauch (vom weißen Teil der Stange) in 2 EL Butter angeschwitzt und sodann mit Crème fraîche gedünstet, bis er weich war. Dann habe ich gesalzen und mit Cayenne gepfeffert. Einige Tropfen Zitronensaft durften auch nicht fehlen. Darunter habe ich dünn gestiftelte frische Ingwerwurzel gemischt und geriebenen Gruyère. Frisch gerieben, und keinen anderen Käse als Schweizer Gruyère, bitte!

Nun erhebt sich wieder die Frage nach den Mengen, und auch das ist eine typische W-Frage: Wozu soll ich wie ein Apotheker alle Zutaten abwiegen, wo doch das Augenmaß genügt?