Die Zeit: Herr Koch, das Ende des Speisewagens ist nun beschlossen, ab Herbst nächsten Jahres werden die ersten ausrangiert. Wird es in Zügen dann keine Rouladen und Würstchen mehr geben?

Hans-Gustav Koch: Würstel wird es weiterhin geben. Da bin ich zuversichtlich.

Wir arbeiten aber an einem neuen gastronomischen Konzept und liegen im wahrsten Sinne des Wortes in den letzten Zügen. Der alte Speisewagen hat sich überlebt. Wir werden ihn durch Bistros ersetzen. Hinzu kommt, dass die Leute nicht mehr so deftig essen wollen. Wir folgen dem Trend. Weg vom Fleisch, hin zu Fisch und Salaten.

Zeit: Woher wollen Sie wissen, was im Trend liegt?

Koch: Wir schicken Marktforscher los. Eigentlich müssen wir nur in einschlägige Zeitschriften gucken. Unser Problem ist, dass im Zug ganz Deutschland reist. Sie treffen den Vorstand wie den Monteur. Das Bistro soll jedoch nicht in erste und zweite Klasse unterteilt werden, sondern Mittelpunkt des Zuges werden. Getrennt wird nur in Raucher und Nichtraucher.

Das Schlimmste am Bistro heute ist nämlich nicht, was die da servieren, sondern dass es wahnsinnig stinkt. Sitzplätze wird es nicht mehr geben, dafür Anlehnsessel wie im InterRegio.

Zeit: Orientiert man sich bei der Einrichtung am Interregio-Bistro?