Der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur, Rupert Neudeck, eine Luftbrücke für Afghanistan. Tausende würden sonst an Hunger sterben, schreibt Neudeck. Die Bundesregierung solle vier bis fünf Iljuschin 76-Maschinen chartern und zusätzliche Nahrungsmittel, warme Sachen und Baumaterialien nach Nordafghanistan fliegen.

"Afghanistan ist ein Land", schreibt Neudeck, "in dem die Deutschen traditionell willkommen sind und das jetzt verzweifelt auf unsere Hilfe hofft." Drei bis vier Millionen Menschen in der Region Kundusch könnten bislang nur mit einer brüchigen Fähre versorgt werden. "So werden wir sie nicht über den Winter bringen können." Während der vergangenen Tage sollen in Kundusch bereits etwa 100 Menschen verhungert sein.


Der beabsichtigte Einstieg des Düsseldorfer E.on-Konzerns bei der Ruhrgas könnte womöglich dramatische Folgen haben. "Der Bau neuer Erdgas-Kraftwerke ist im Extremfall ohne die Zustimmung durch E.on nicht mehr möglich", warnt Bernhard Hillebrand, Leiter der Forschungsgruppe Energiewirtschaft beim Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Dies gelte erst Recht beim Erwerb der Ruhrgas-Aktienmehrheit durch E.on. Als Grund nennt der Essener Wirtschaftsforscher die von dem fusionierten Unternehmen kontrollierten Transportleitungen zu den norwegischen und russischen Brennstoffmärkten. Für den zukünftigen Wettbewerb in der Stromerzeugung sei Gas als Brennstoff von "steigender Bedeutung", sagt Hillebrand.

Skeptisch äußert sich der Experte auch zu den Fusionsvorhaben zwischen Shell und DEA sowie zwischen BP und Veba Öl (Aral). Die fusionierten Unternehmen kontrollierten mehr als zwei Drittel des Kraftstoffmarktes, "auch wenn die bei den Verbrauchern bekannten Marken erhalten bleiben". Auf dem Strommarkt habe die Konzentration seit der Marktliberalisierung bereits "deutlich zugenommen", schreibt Hillebrand.

Um die "gegenwärtigen Konzentrationsprozesse wettbewerbspolitisch zu entschärfen", sei europäischer Binnenmarkt für Energie das "wirksamste Mittel".