Dieser Tipp ist eine Überlieferung aus grauer Vorzeit, sagt Klaus-Dieter Feldmann vom Dosenhersteller Züchner Verpackungen. Damals, vor mehr als 30 Jahren, war das Stahlblech der Konservendose innen nur mit einer Zinnschicht vor Korrosion geschützt. War der Doseninhalt stark sauer, dann konnte es nach dem Öffnen zu chemischen Reaktionen kommen. Das meinen Ihre Freunde wahrscheinlich mit den "Ionen".

Bei importierten Billigkonserven kann das auch heute noch der Fall sein. Die deutsche Konservendose dagegen ist schon lange mit Kunststoff ausgekleidet. Diese Schicht ist robust und so elastisch, dass zum Beispiel Verbeulungen der Dose ihr nichts anhaben können. Der Büchseninhalt lässt sich also normalerweise in der Dose genauso gut ein paar Tage aufheben wie in einem anderen Gefäß.

Vorstellbar ist allenfalls, dass man die Schutzschicht mit einem scharfen Messer oder einer Gabel verletzt hat. Dann hat man ein kleines Loch, durch das der Inhalt direkt mit dem Weißblech in Kontakt kommt. Das Schlimmste, was dabei entstehen kann, ist gewöhnlicher Rost - der mag unappetitlich sein, aber schädlich ist er auch nicht. Christoph Drösser

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