Ich bin seit Anfang Oktober in Deutschland unterwegs, zusammen mit meinen Eltern und meiner Freundin. Ich finde es schön, einen Teil meines Zuhauses bei mir zu haben, dann ist es auch nicht schlimm, immer in neuen Hotelzimmern zu wohnen. Deutschland mag ich, besonders die Weihnachtsmärkte. Routine ist die Tour noch lange nicht und wird es auch nicht werden: Jede Show ist anders. Mich reizt es, neue Ideen zu entwickeln und auszuprobieren. Das Programm ist sehr interaktiv, und es gibt immer Überraschungen.

Am DONNERSTAG sind wir in Hannover. Gleich nach dem Frühstück setze ich mich mit dem Team zusammen. Wir arbeiten und feilen an neuen Ideen. Wie die Tricks genau funktionieren, bleibt mein Geheimnis: Die Crew ist zu Geheimhaltung verpflichtet, und keiner weiß alles, sondern jeder kennt nur Teilstücke. Nach dem Meeting bereite ich mich für die Nachmittagsshow vor. Ich überprüfe, ob auf und hinter der Bühne alles stimmt, das kann sonst gefährlich werden. Um halb sechs beginnt die erste Show. Sie dauert fast zwei Stunden. Wenn das Publikum den Saal verlassen hat, gehe ich auf die Bühne und mache Zeichnungen und Modelle von neuen Tricks. Nach der Show fühle ich mich immer großartig: wie nach einer Kombination aus Sport und Denksport. Ich springe unter die Dusche und gehe mit meinen Eltern und meiner Freundin essen. Dann schauen wir fern, und ich schlafe wie immer schnell ein.

Am FREITAG mieten wir ein Auto und fahren nach Braunschweig. Ich sitze hinten. Wenn wir im Hotel sind, schaue ich als Erstes CNN, damit ich weiß, was auf der Welt passiert. Dann sehe ich mir das Theater an, und wir bereiten die Show vor, unter anderem die Nummer The illusion of the beach, die dem deutschen Publikum besonders gut gefällt: Ich wähle einen Zuschauer aus und reise mit ihm auf die andere Seite der Welt. Wir landen an einem Strand auf Hawaii. Weil das natürlich keiner glaubt, wartet dort ein Kamerateam auf uns, das unsere Ankunft via Satellit in das Theater auf eine Leinwand zurücküberträgt. Das ist eine Kreation, auf die ich sehr stolz bin. Mit auf die Reise geht auch die Ente Webster, die ich vorher aus einem chinesischen Restaurant vor dem Tod im Kochtopf gerettet habe. Webster reist sehr viel, er hat sicher schon einen dickeren Pass als ich.

SAMSTAG haben wir tagsüber genug Zeit, um ein bisschen Sightseeing zu machen.

Meine Eltern lieben italienisches Essen. Wir suchen uns sicher ein schönes Restaurant. Die erste Show ist nachmittags um halb sechs, die zweite um acht.

Zwischen den Shows versuche ich, etwas zu entspannen.

Am SONNTAG ist nur eine Nachmittagsshow geplant. Das ist großartig, weil wir so die Chance haben, am Abend noch ins Kino zu gehen. Ich hoffe, wir finden etwas Schönes, denn viel Auswahl wird es bei den englischen Filmen nicht geben. Und Harry Potter habe ich schon gesehen.