Seit einiger Zeit öffne ich meine Garagentür mit einer gewissen Nervosität.

Dass dort ein teures Blech auf vier Rädern auf mich wartet, überrascht mich nicht. Verstörend hingegen sind die fehlenden Weinflaschen. Wo, zum Bacchus, ist mein Garagenwein?

Richtig gelesen, Frau Hoffmann: Garagenwein. Das ist das neueste Gesprächsthema im Barrique-Syndikat. Eigentlich ein Gerücht

denn wer hat sie schon gesehen, geschweige denn getrunken, die Garagenweine? Wer hat es in die Welt gesetzt? Wem nützt es? Hat wieder einmal Robert M. Parker jr. seine Hand beziehungsweise seine Nase im Spiel?

Frau Hoffmann, das muss ich leider sagen, interessiert sich nicht für Garagenweine. Sie trinkt keinen Wein, sie spekuliert nicht damit, und meine Garage ist ihr zuwider, denn Frau Hoffmann ist eine Katze und da steht das Ding, mit dem sie manchmal zum Veterinär gefahren wird.

Auch ich kann ohne Garagenweine leben, ich muss es sogar, denn sie sind mir zu teuer. Eine Flasche Garagenwein kostet locker an die 2000 Mark und mehr.

Da kann ich nur sagen: No way!