Flammende Geschenkidee.

Weihnachten ist die Zeit der Liebe, der Vergebung - und der Geschenke. Statt von Herzen kommen die Gaben jedoch aus dem Internet, harmonische Weihnachtseinkäufe verkommen zum Konsumstress. Diesem Trend wollte der Hamburger Künstler Christian 3Rooosen Einhalt gebieten: Er postierte sich mit einem zur "Geschenkeverbrennungsanlage" zweckentfremdeten Holzkohlegrill vor dem Berliner KaDeWe und rief die Passanten dazu auf, ihre Geschenke in die Flammen zu werfen. Schließlich sei nicht der Inhalt entscheidend, sondern die Geste. Die eingeäscherten Gaben könne man anschließend - neu verpackt - in handlichem Format seinen Lieben überreichen.

Während die Einkäufer interessiert die Opferung eines Plüschteddys verfolgten, fürchtete das Luxuskaufhaus um die Sicherheit seiner Kunden: Minuten später machten Polizisten dem Happening ein Ende. Ohne Standgenehmigung und Feuererlaubnis sei das Aufstellen von Grills verboten, so die Ordnungshüter. Vielleicht sollte 3Rooosen sich nach Weihnachten noch einmal vor das Kaufhaus stellen - mit Genehmigung: Manche könnten dann ihren ungewollten Geschenkeplunder entsorgen - im Dienste der Kunst.

Überlebenshilfe.

Die Angst treibt sie weiter aus dem Land. Obwohl in Afghanistan langsam Friedenshoffnung schimmert, flüchten jeden Tag immer noch etwa 500 Menschen aus den zerbombten Städten und Dörfern in das Nachbarland Pakistan. Die Hälfte von ihnen sind Kinder. Unterernährt, in dünner Kleidung und barfuß erreichen viele die überfüllten Flüchtlingslager. Unicef und UNHCR, das Kinderhilfswerk und die Flüchtlingshilfe der Vereinten Nationen, haben jetzt in Kot Kai, nahe der afghanischen Grenze, ein Lager für 10 000 Flüchtlinge errichtet. Für erste Nothilfe ist gesorgt: Sauberes Trinkwasser, sanitäre Einrichtungen und Impfungen sollen verhindern, dass sich im Winter Krankheiten und Seuchen ausbreiten. In Kot Kai will Unicef jetzt außerdem für Schulen sorgen. Denn die meisten der afghanischen Kinder, besonders die Mädchen, hatten bisher keine Chance, Lesen und Schreiben zu lernen.

Regelmäßiger Unterricht - ein kleines Stück Normalität für die Kriegskinder, die wohl noch länger darauf warten werden müssen, dass wirklich Frieden in ihrer Heimat herrscht.

Spenden für die Afghanistan-Nothilfe von Unicef nehmen alle Banken und Sparkassen und die Postbank Köln entgegen, Kontonummer 300 000.