Diesmal eine Geschichte aus dem Leben unseres Kolumnisten Reinhold Beckmann. Der Ball muss rollen - und danach die journalistische Aufarbeitung, erklärte der TV-Moderator im Interview in der Ausgabe Nummer 31 vom 26. Juli 2001. Nun, der Ball wird rollen, auch bei der WM in Japan und Südkorea im kommenden Jahr, die journalistische Aufbereitung überlässt Beckmann anderen. Ich habe entschieden, nicht als Kommentator nach Asien zu reisen, sagt Beckmann. Das ehrenvolle Angebot der ARD kollidiere mit seinen Verpflichtungen für die montägliche Sendung Beckmann. Wenn man es richtig machen will, muss man sechs Wochen drüben sein. Man kann nicht eben mal hinfliegen. Eine WM braucht Vorbereitetung und Zeit für die Recherche, so Beckmann. Konkret würde dies bedeuten, dass mindestens fünf Beckmann-Talks aufgezeichnet werden müssten: Wir haben in diesem Jahr gesehen, wie dicht die Nachrichtenlage ist. Und wir wissen, wie alt man aussehen kann, allein schon, wenn man einmal eine Sendung nicht am Tag ihrer Ausstrahlung aufzeichnen kann.

Er wolle sich der Freiheit, mit der Auswahl seiner Gäste auf Ereignisse reagieren zu können, nicht berauben. Beckmann ist sich in dieser Frage mit seinem Auftraggeber, der ARD, einig. Auch dort sieht man die Priorität bei der Montagssendung, so Beckmann. Ich werde aber dem Fußball nicht verloren gehen.