Das R-Wort geht um. Sehr zum Kummer der Konsumgüterhersteller: In der Rezession geben die Kunden kein Geld aus. Und häufig genügt schon die Angst davor. Doch es gibt auch Ausnahmen, etwa bei Lippenstiften. So meldet der amerikanische Kosmetikhersteller Estée Lauder eine auffällig gesteigerte Nachfrage nach dem Rotstift. Seit den Attentaten in Amerika im September seien die Lippenstiftverkäufe durch die Bank gestiegen, so Firmenchef Leonhard Lauder. Auch in früheren Rezessionen sei dieses Paradoxon zu beobachten gewesen. Lauder: "Wenn die Umsätze bei den Lippenstiften steigen, heißt das, die Leute stecken bei teuren Kleidern zurück." Die Nachricht, dass Lauder in seinem Kosmetikwerk sogar Sonderschichten fährt, dürfte der Textilindustrie wenig gefallen.