Eduardo Chillida Große Ausstellungen von Eduardo Chillida sind eine Seltenheit. Schon deshalb, weil sich seine Stahlkolosse, wenn überhaupt, nur unter großen Risiken und Kosten transportiert lassen. Betrachtern wird eher leicht zumute. So schwer wie die Plastiken vom Material her sind, so großzügig und luftig wirken die Arbeiten in der Geste. Chillida schneidet und schmiedet das Metall so lange, bis es sich biegt und windet, sich verknotet und verschlingt, als wäre es Gummi. Seit der Eröffnung seines Skulpturenparks Zabalaga bei San Sebastián, aber auch durch den Rummel um Berlin (die Stahlplastik vor dem Kanzleramt), ist das Werk des spanischen Bildhauers in den Medien präsenter als je zuvor. Er selbst, inzwischen 77 Jahre alt, hat sich aus der Öffentlichkeit ins Baskenland zurückgezogen. Chillida studierte Architektur, erst später entwarf er bei einem Dorfschmied abstrakte, kühn in den Raum greifende Eisengebilde. Bis heute untersucht Chillida in seiner Kunst immer wieder das Gegeneinander und Miteinander fremder Energien und Kräfte. Die Kunsthalle Würth gibt jetzt einen wunderbaren Überblick über sein Schaffen. Unser Bild zeigt die 1954 entstandene Skulptur Klangräume.

Bis 17. Februar, Kunsthalle Würth, 74523 Schwäbisch Hall, Tel. 0791/ 94 67 20, www.wuerth.com, Mo bis So 10-18 Uhr, der Eintritt ist frei