Mitgefühl mit dem Außenminister? Mit den Grünen schon eher: Die ehemals frische grüne Farbe ist einem kaum noch erkennbaren, matten Farbton gewichen.

Die Mahner - wie zum Beispiel Ströbele - müssen sich wie Rufer in der Wüste vorkommen. Parteiaustritte sind angekündigt.

Schade! Die Grüne Partei hat sich dem machtpolitisch agierenden Bundeskanzler untergeordnet - ebenso wie kürzlich die SPD. Der Wähler wird's nicht vergessen! Von Joschka Fischer ist das Zitat bekannt: "Es gibt keine grüne Außenpolitik - nur eine deutsche."

Wozu brauchen wir dann noch einen grünen Außenminister?

Marion Pielsticker Bielefeld

Klaus Hartung moniert zu Recht, dass in Rostock nicht über Außenpolitik gestritten wurde. Dieser Vorwurf gebührt allen Parteien und den Medien. Denn dabei geht es um die Frage, welche Rolle unsere Nation künftig in der Welt spielen soll und will, ob Deutschland in zweiter oder dritter Reihe agiert.

Dabei wäre breit zu diskutieren: ob beispielsweise Deutschland einen festen Sitz im UN-Sicherheitsrat anstreben soll, ob Deutschland an der Seite der USA geostrategische, wirtschaftspolitische Ziele verfolgen soll - in diesem Fall, um einen gesicherten Zugriff auf Erdöl zu haben