Als ich hörte, dass in Afghanistan viele Frauen schlimmer behandelt werden als Tiere, standen mir einfach die Haare zu Berge. Ich rief sofort Mabel an, meinen Uraltfreund und Coproduzenten: Mabel, ich will einen Riesen-Fundraiser organisieren.

Ich habe Nena angerufen, die hat sofort zugesagt, dann Irene vom Tempodrom in Berlin. Sie reservierte unseren Wunschtermin, den 23. Dezember: Um Weihnachten herum spürt man auf diesem Planeten starke, tolle Schwingungen.

Dann rief Mabel mit einer neuen Idee an: Sitzt du? Wir haben die Telekom-Spendennummer 0190/00 45 50. Ein Anruf kostet fünf Mark, die Spende wird einfach mit der Telefonrechnung abgebucht.

Damit klar ist, wohin das Geld geht, habe ich ein Projekt ausgesucht: Das Malalai-Hospital in Quetta in Pakistan. Es ist gerade geschlossen, weil Geld fehlt, und wurde von Rawa, der Revolutionary Association of Women of Afghanistan, gegründet. Ganz großartige Frauen, die arbeiten im Untergrund, Kontakt mit ihnen kann man nur übers Internet aufnehmen. Dass ich selbst mal nach Quetta fahre, glaube ich nicht. Ich habe einen elfjährigen Sohn und muss noch etwas am Leben bleiben.

Am DONNERSTAG bin ich Mabels Schatten und Sonne. Wir organisieren alles für die Gala: den Zeitplan für Soundchecks, wir verteilen die Klamotten für die Modenschau, ich schreibe Karteikarten mit Stichworten für die Anmoderationen.

Alle sollen etwas ansagen.

FREITAG bin ich in Hamburg bei der NDR Talk Show und stelle die Benezfizgala vor. Dabei ist auch Karola Schaaf, die Afghanistan-Expertin von amnesty international.