Arbeit unter Lebensgefahr.

Minenräumer übersehen Landminen selten. Die meisten Unfälle passieren beim Umgang mit Minen. 62 Prozent der Verletzungen betreffen Arme und Gesicht, während solche Verwundungen bei zivilen Minenopfern nur selten vorkommen. Ein britisches Ärzteteam hat genauer untersucht, welche Verletzungen die Minenräumer der britischen Organisation Halo Trust in den vergangenen zehn Jahren erlitten. Halo Trust hat auf sieben Kriegsschauplätzen, darunter Afghanistan, mehr als 80 000 Minen beseitigt. Elf Minenräumer kamen ums Leben, 22 verloren Gliedmaßen (The Lancet, Bd. 358, S. 2048).

Zerstörerische Beben.

Beim Aussterben der Maya-Kultur könnten nicht Kriege, sondern Erdbeben eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Städte Quiriga und Benque Viejo (heutiges Guatemala und Belize) seien im 9. Jahrhundert plötzlich verlassen worden, zur gleichen Zeit habe ein starkes Erdbeben die Region heimgesucht, wie Forscher der Stanford University beim Treffen der American Geophysical Union berichteten. Ähnliches gelte für die Harappan-Zivilisation, die vor rund 4000 Jahren vom Boden des heutigen Indiens verschwand. Auch die Stadt Megiddo (Armageddon) auf israelischem Grund sei mit ihren Ruinen, die sich in mehreren Schichten finden, ein mögliches Beispiel für wiederkehrende Zerstörung durch Beben.

French Paradox.

Franzosen essen genauso viel Fett wie Engländer, und dennoch sterben sie seltener an Herzerkrankungen - wohl aufgrund des stärkeren Rotweingenusses, wie schon öfter zu hören war. Britische Forscher gingen dem als "French Paradox" bekannten Phänomen erneut nach, und siehe da: So genannte Polyphenole aus den Schalen der Rotweintrauben verhindern nach ihren Angaben die Produktion von Endothelin-1, einem Eiweiß, das Blutgefäße verengt und als eine der Ursachen für Herzerkrankungen gilt. Roséweine aus den gleichen Trauben und Weißweine hätten hingegen keine Wirkung auf das Eiweiß gehabt (Nature, Bd. 414, S. 863).

Ein Urahn für alle.