Es ist eine böse Zeit. Das Geschrei der Feinde im Heiligen Land übertönt die Weihnachtsbotschaft. Kein Friede auf Erden und den Menschen kein Wohlgefallen. Keine Freude, die allem Volke widerfährt.

In Deutschland ist der Einzelhandel mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden.

Gefragt sind in den Musikläden Weihnachtskantaten, die kleinen ästhetischen Wunder Bachscher Fugen, lauter akustische Erinnerungen an verlorene Glaubensfestigkeiten. In den Filmpalästen stillen Harry Potter und Der Herr der Ringe das Sehnen der Kinder nach bezaubernden Wundern inmitten der entzauberten elektronischen Spielzeugwelt. Und die undurchdringliche Kosmologie des Astrophysikers Stephen Hawking erweist sich als Weihnachtsbestseller: Nummer eins für die zeitgenössischen Sinnsucher.

Der Verlust der Vergangenheit

Nur an den Gottessohn und Erlöser Jesus Christus glauben im dritten Millennium nach seiner Geburt immer weniger. Jedes Jahr verlassen 100 000 Deutsche ihre Kirchen, ein Drittel aller Bürger ist bereits konfessionslos.

Für viele Kirchentreue, zumal die "Gebildeten" unter ihnen, ist Gott gesichtslos geworden, ist nicht mehr ein persönliches Gegenüber im Gebet, sondern, Umfragen bestätigen es, "passiver Zuschauer", eine abstrakte Kraft.

Mehr nicht.