Aber Alan Yaus kulinarisches Flaggschiff ist das Hakkasan. Es hebt sich ab von Conrans hellen Hallen, ist konzipiert für ein Publikum, das nichts davon hält, sich auf einer Freitreppe in Szene zu setzen, das es vorzieht, sich in den Halbschatten zurückzuziehen. Und das lieber schaut statt redet - Letzteres lässt die Musik nämlich nur bedingt zu.

Cross-over kocht man hier: Thailändisch, chinesisch, vietnamesisch - alles verschmilzt. Bei den mit Jasmintee geräucherten Schweinerippchen etwa. Der Ente mit Ingwer, Frühlingszwiebeln und Granatapfelkernen. Das Essen ist gut - aber das ist zu wenig für ein Lokal, in dem die Haifischflossensuppe mit 38 Pfund auf der Karte steht. Hip ist das Hakkasan. Hip bis in die Toiletten, die mit den hohen Spiegeln und dem runden Marmorbecken fast so etwas wie ein Walhalla unter den Klos sind. In Hurras werden Gourmets aber kaum ausbrechen.

Warteschlangen an der Bar, im Nebenraum, auf der Straße. Im Hakkasan speist man nicht, im Hakkasan bringt man sich in Form für die Nacht. Und damit ist Alan Yau etwas Besonderes gelungen: Er schafft es, die Tische am Abend zweimal und öfter zu besetzen. Fast dining - das ist der Gastro-Trend, von dem sie alle träumen. In London wie auf dem Kontinent.

Information

Auskunft: Veranstaltet wurde die Exkursion von der in Sachen Lifestyle-Trends sehr engagierten Thomas-Morus-Akademie, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach, Tel. 02204/40 84 72, Fax 02204/40 84 20, E-Mail: akademie@tma-bensberg.de, Internet: www.tma-bensberg.de. Vom 24.

Februar bis zum 3. März 2002 organisiert die Akademie das Studienprojekt Entertainment, Shopping, Dining. Freizeiterlebniswelten. Trends in Las Vegas und Los Angeles

Restaurants: Hakkasan, 8 Hanway Place, London W1P 9DH, Tel.