Die Bäuerin hat Make-up aufgelegt. Tusche auf den Wimpern. Lidschatten, blassblau wie der Himmel über dem Land. Sie hat ein glattes, rundes Gesicht und trägt eine Brille mit ovalen Gläsern. Ihr Haar ergraut langsam. Ihre Augen sind blau. Wie der See hinter dem Hügel. An ihrer Wange haftet ein schwarzer Fleck Öl.

Sie lächelt, wenn sie von den Dingen spricht, die sie liebt. Sie sieht traurig aus wie der Mond, wenn sie an die Dinge denkt, die ihr versagt blieben. Sie kniet vor dem Traktor. Schiebt den Kopf unter den Motor, um zu sehen, wo der Tank leckt. Die Kälte in der Scheune färbt ihren Atem. Sie heißt Georgena MacKenzie.

Ihre grüne Mütze steht wie ein Kegel auf ihrem Kopf. Sie hat sie gestrickt.

Ihre Schäferhündin heißt Sheppie. Sie folgt ihr überall hin. Nachts vertreibt Sheppie die Koyoten, die kommen, um die Schafe zu reißen. Georgenas anderer Hund trat in eine Falle. Er war ein wundervoller Hund, sagt sie. Sie musste ihn töten, und es brach ihr das Herz. Sie steht jeden Morgen vor der Sonne auf. Sie startet den blauen Truck und fährt über den Hügel.

Der Winter kommt. Und der Schnee. Vergangene Woche fielen die ersten Flocken.

Zehn Zentimeter. Sie schmolzen über Nacht. Doch der Boden beginnt langsam zu frieren. Es wird Zeit, das Vieh von der Weide zu holen. Georgena öffnet das Gatter. Die Kühe starren, als ahnten sie es. Sie gibt ihnen Namen. Sie haben alle verschiedene Gesichter und Persönlichkeiten, sagt sie. Manche sind sanftmütig, manche vorlaut und stur. Sie kommen zu ihr, wenn sie ihre Namen ruft. Die schwarze heißt Ebony.

Nur Bäume und Sagen