38,- DM)

Der literarische Reisekalender. Bei Schöffling erfinden sie immer wieder Neues, jetzt einen Jahresbegleiter mit schönen, oft exotischen Bildern und rätselhaften, nachdenklich stimmenden, witzigen Texten, etwa diesem, zum 1.

April. Paul Theroux erinnert sich an Patagonien, an die Begegnung mit einem Indio und einem Lama: "Es sah aus wie das im Kindervers von Hillaire Belloc - ein besonderer Vorwurf an mich: ,Das Lama ist eine Art wollige / filzig-haarige Ziege mit Gleichmut / im Gesicht und Falten am Hals / wie ein erfolgloser Literat.'" (Schöffling & Co. Verlag, Frankfurt am Main

55 Wochenblätter

44,- DM)

Arche-Musik-Kalender. Motto für diesen Wochenkalender: "Vorbilder, Lehrer & Schüler. Freunde & Kollegen. Oder: ein Stück musikalisches Leben in Variationen." Viel Schönes, Anekdotisches - und dann diese Überraschung. Eine Komponistin, Felicitas Kukuck (1914 bis 2001), die schon des Namens wegen einen Ehrenplatz in diesem Kling-Klang-Kalender verdient, erinnert sich an ihre Prüfung. Der Klavierlehrer rät ab, eine Sonate ihres Kompositionslehrers Paul Hindemith zu spielen, weil der von den Nazis zur "Entarteten Kunst" gerechnet werde. "Ich habe mir die Sache eine Woche lang überlegt" und dann die Sonate doch gespielt, "weil es eine wunderbare Musik ist und weil Hindemith ein so hervorragender Lehrer gewesen ist ... Mir ist nichts passiert.

So ein bisschen Zivilcourage war eben nicht gleich ,gefährlich', das konnte man sich durchaus leisten." (Arche Verlag, Hamburg/Zürich