Rickes: Die Probleme und Schwierigkeiten, die am häufigsten aufgetreten sind, waren Fragen von Kunden bezüglich des Verfahrens beim Geldwechsel bei Banken und Sparkassen. Oftmals waren die Kunden überrascht, dass man eben bei höheren DM-Beträgen nicht direkt bar tauschen kann. Wir hatten das allerdings schon frühzeitig angekündigt. Wir waren nach dem 11. September aus Sicherheitsgründen gefordert, beim Ein- und Auszahlen sehr sorgfältig mit dem Bargeld umzugehen. Insofern fordern wir von den Kunden, gerade bei höheren DM-Beträgen, dass sie frühzeitig auf die Konten eingezahlt werden, und dass man sich am Geldausgabeautomat das Geld dann in Euro wieder holen kann. Da gab es einige Irritationen an den Schaltern, aber insgesamt verlief das auch ganz gut, so dass wir keine größeren Probleme in den Wartehallen bekamen. Weitere Probleme gab es hier und da, dass der eine oder andere Geldautomat zum Teil ins Stocken kam, weil die Euroscheine verklebten usw.

Lange: Das war ja eine der Sorgen, dass die neuen Scheine viel zu glatt sind.

Rickes: Das hat sich auch bewahrheitet. Wir hatten das vorher in Tests gesehen, wir mussten die Scheine eben aufblättern, um sie entsprechend ausgabefähig zu machen, aber das hat dann doch an dem einen oder anderen Geldausgabeautomat nicht so geklappt. Aber insgesamt - das ist die Meldung aus der Sparkassenfinanzgruppe - ist zumindest heute sichergestellt, dass an jeder Sparkassenfiliale mindestens ein Geldausgabeautomat Euro-Banknoten ausgeben wird.

Lange: Sie haben sich ja nach allen Seiten abgesichert. Ist denn irgendwas passiert, worauf Sie überhaupt nicht vorbereitet waren?

Rickes: Nein, unerwartete Ereignisse sind eigentlich nicht eingetreten. Wir hatten z.B. am Silvestertag sparkassenweit über 140 Millionen Konten umgestellt und auch hier verlief alles glatt. Auch wenn Sie gestern z.B. Ihr Home Banking angeworfen haben, konnten Sie feststellen, dass Sie nun alle Geldgeschäfte in Euro abwickeln können. Also insgesamt verlief alles weitestgehend reibungslos.

Lange: Wer jetzt noch DM-Bestände, was soll er tun? Ganz normal ausgeben oder besser auf Bankkonten einzahlen?

Rickes: Wir geben die Empfehlung, wenn man höhere DM-Bargeldbestände noch hat und diese nicht ausgeben möchte, dann sollte man sie besser auf die Konten einzahlen. Und kleinere DM-Bestände sollte man, wie gewohnt, im Handel bis zum 28. Februar ausgeben.