Peter und Silke: »Wenn wir uns bei Freunden und Bekannten umhören, stellen wir fest: Die Panik ist schnell vorüber, und alle steigen ohne Probleme wieder in die Flieger. Gerade die reisewütigen Deutschen.

Selber haben wir aber weder einen größeren Urlaub hinter uns noch einen geplant. Am liebsten fahren wir sowieso in unser Haus an der Schlei bei Süderbrarup - da sind wir eher spießig. Auf dem selbst renovierten Bauernhof verbringen wir unsere Sommerferien, und das Schöne ist: Es gibt immer etwas zu tun. Am Haus, im Garten, bei den Tieren. Wochenlang an irgendeinem Strand herumzuliegen ist nicht unser Ding. Wir haben ein paarmal Cluburlaube auf Mallorca, Fuerteventura oder Lanzarote gemacht, aber irgendwann reicht es dann auch. Uns ist es wichtig, dass man sich ein bisschen intensiver mit dem Land beschäftigt, in dem man Urlaub macht, das heißt, die Sprache zumindest ansatzweise lernt. Jetzt lernen wir gerade Spanisch, denn vor ein paar Jahren haben wir Andalusiens Hinterland entdeckt und uns dort 1999 eine alte, baufällige Finca gekauft. Zurzeit kann man höchstens im Garten zelten, da muss noch viel gemacht werden. Aber die Idee ist, dass wir dort im Winter hinkönnen. Die Nationalparks sind ideal zum Wandern. Wenn wir allerdings jetzt im September einen Flug gebucht gehabt hätten, hätten wir den bestimmt abgesagt.

Johannes: »Ich fahre erst nach Andalusien, wenn ich einen Führerschein habe und den Landweg nehmen kann. Ich hatte schon immer Angst vorm Fliegen. Da schmort so ein kleiner Draht durch, und man ist weg. Aber nach den Anschlägen ist es noch schlimmer geworden. Ich unternehme lieber mit Freunden eine Bustour ans Mittelmeer. Das dauert zwar 27 Stunden und ist irre anstrengend, aber sicherer.«