»Mein Mann sollte Anfang Oktober beruflich in die USA, und ich wollte eigentlich mit; eine Freundin besuchen, die seit einiger Zeit als Auslandskorrespondentin in Washington arbeitet. Nach den Anschlägen hat es erst mal ein paar Tage gedauert, bis uns klar wurde, dass das möglicherweise nicht alles war, dass es weitergeht, und da beschlossen wir, den Flug auf den Dezember zu verschieben. Mein Mann sagte dann aber auch diesen Flug ab, und ich war heilfroh. Ich muss zurzeit nicht unbedingt in die USA. Wer weiß, was Osama bin Laden - oder wer immer für diese Anschläge verantwortlich ist - noch alles in petto hat. Giftwaffen? Atomwaffen?

Ich war im Oktober mit Paul auf Kreta. Er hat vom 11. September auch einiges mitbekommen, aber Kinder selektieren da eindeutig anders. Sie scheinen nur das wahrzunehmen, was sie auch verarbeiten können. Das Fliegen hat ihn wie immer wahnsinnig fasziniert.

Was nächstes Jahr ansteht, weiß ich noch nicht. Wir planen nie so weit im Voraus. Ich mag nicht gerne denken, dass man nie wieder sicher sein kann, aber mein Verstand sagt mir, dass das wohl - zumindest für eine längere Zeit - so sein wird.«