»Ich fliege beruflich permanent durch die Gegend. Zürich, Wien, München - und was so anliegt. Das ist kein Problem für mich. Kürzlich aber habe ich mich am Flughafen wahnsinnig aufgeregt. Zuerst haben sie mir in Hamburg die Nagelschere weggenommen; das war ja noch okay. Dann in Berlin die Feile. Und in München den Nagelknipser. An jedem Flughafen etwas anderes. Diese Ungleichbehandlung hat mich wirklich geärgert. Ich meine, wenn es schon verschärfte Sicherheitsrichtlinien gibt, müssen die auch überall gleich sein. Aber ich würde jetzt auch jederzeit in die USA fliegen. So etwas wie am 11. September passiert doch nur einmal. Wobei die Gefahr sicherlich gewachsen ist. Das hängt mit dem erhöhten Flugaufkommen zusammen. Und dieses wiederum mit Last-Minute-Angeboten, die sich fast jeder leisten kann. Ich gebe allerdings zu, dass auch ich hin und wieder Last Minute buche - zunehmend mit schlechtem Gewissen. Ich fliege dann am liebsten in den Süden Europas: La Palma, Mallorca oder Griechenland. Urlaub ist für mich Erholung. Ich fahre Fahrrad, gehe wandern.

Wahrscheinlich wird das Reisen in den nächsten zehn Jahren sowieso reglementiert. Die Flugzeuge geben so viele Schadstoffe in die Atmosphäre ab, da bleibt uns gar nichts anderes übrig. Ein kluger Kopf hat einmal gesagt: Alle Probleme haben damit angefangen, dass die Leute nicht zu Hause bleiben wollen. Da hatte er wahrscheinlich Recht.«